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Im Prinzip können alle Laminatböden auf Fußbodenheizung verlegt werden. Einige grundlegende Dinge müssen Sie jedoch bei der Laminat Verlegung auf Fußbodenheizung unbedingt beachten. Wenn wir hier über eine Fußbodenheizung sprechen, meinen wir grundsätzlich die Warmwasser-Fußbodenheizung. Einige Hersteller geben ihren Laminatboden auch auf elektrischen Fußbodenheizungen frei. Wir gehen in diesem Artikel jedoch nur auf die Laminat Verlegung auf Warmwasser-Fußbodenheizung ein!

  1. Grundsätzliches zur Laminat Verlegung auf Fußbodenheizung
  2. Wärmedurchlasswiderstand
  3. Dampfsperre
  4. Oberflächentemperatur
  5. Untergrund

 

1. Grundsätzliches zur Laminat Verlegung auf Fußbodenheizung

Für Bodenbeläge gibt es einen Anforderungswert von R ≤ 0,15(m²K)/W. Wollen Sie die Fußbodenheizung effektiv nutzen, muss dieser Wert unbedingt eingehalten werden. In der Richtlinie für den Bodenbelagseinsatz auf Fußbodenheizungen vom deutschen Bundesverband Flächenheizungen ist der Anforderungswert nachzulesen. Die Warmwasser-Fußbodenheizung hat sich über viele Jahre bewährt. Außerdem ist sie die am meisten benutzte unter den Bodenheizungen. Unter einem Laminatboden eignet sich die Warmwasser-Fußbodenheizung besonders gut. Gemäß DIN EN 1264 darf bei diesem Heizungssystem die maximale Oberflächentemperatur des Laminatbodens von 29°C nicht überschritten werden. Dies gilt auch für Randzonen. Außerdem muss jede Form von Stauwärme – zum Beispiel unter Regalen, Futon-Betten oder im Sockel geschlossener Möbelteile aber auch unter Teppichböden – vermieden werden. Achten Sie jedoch immer auf die Angaben des Laminatboden Herstellers.

2. Wärmeduchlasswiderstand

Der Wärmeduchlasswiderstand (WDW) gibt Auskunft über den Grad der Wärmedämmung von Werkstoffen. Je höher dieser Wert ist, umso höher ist die isolierende Wirkung der Stoffe. Weil Laminat immer in Verbindung mit einer Dampfsperre und Trittschalldämmung verlegt wird, gilt daher nicht nur der Wert des Laminatbodens. Folglich müssen Sie bei der Laminat Verlegung auf Fußbodenheizung den gesamte Aufbau des Oberbelages betrachten.

Laminat hat laut Herstellerangaben einen WDW von 0,05 bis 0,10 (m²K)/W. Die Stärke und Dichte des Materials sind hier von Bedeutung. Auch bei den Unterlagen – Dampfsperre und Trittschalldämmung – gibt es unterschiedliche Werte im Wärmedurchlasswiderstand.

Wenn Sie Ihre Warmwasser-Fußbodenheizung wirtschaftlich betreiben wollen, ist es daher äußerst wichtig, dass Sie den gesamten Fußbodenaufbau (Dampfsperre, Trittschalldämmung, Laminatboden) berücksichtigen. Insgesamt dürfen somit die Einzelwerte nicht den Anforderungswert von R ≤ 0,15(m²K)/W übersteigen. Im schlimmsten Fall heizen Sie die mit Laminatboden ausgestatteten Räume nicht richtig oder nur mit Verzögerung auf.

Eine Beispiel:
Sie verlegen ein Laminatboden mit einem WDW von 0,07(m²K)/W. Außerdem verwenden Sie eine Trittschalldämmung mit einem WDW von 0,5(m²K)/W. Infolgedessen ergibt sich ein Gesamtwert von 0,12(m²K)/W. Dieser liegt unter dem Anforderungswert. Hinzu kommt jedoch noch ein WDW welcher sich nicht genau berechnen lässt aber berücksichtigt werden muss. Da Sie die Dampfsperre, Trittschalldämmung und auch den Laminatboden schwimmend verlegen, bilden sich zwischen den einzelnen Schichten Luftpolster. Diese haben auch eine dämmende Wirkung, welche allerdings nicht genau bestimmt werden kann.

3. Dampfsperre

Ist der Untergrund bei der Verlegung von Laminat auf Warmwasser-Fußbodenheizung mineralischen Ursprunges, verlegen Sie zwingend eine Dampfsperre. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich um einen neuen Estrich oder einen alten Estrich handelt. Als Dampfsperre dient in den meisten Fällen eine Bau-Folie mit 0,2mm Stärke. Diese hat einen Sd-Wert > 100m und gilt als dampfdicht. Bei der der Verlegung achten Sie darauf, dass die einzelnen Bahnen mindestens 20cm überlappen. Zusätzlich kleben Sie die Stöße mit einem dampfdichten Aluminium-Klebeband ab. Im Randbereich schlagen Sie die Folie mindestens 5cm an den Wänden hoch. Dadurch bilden Sie bei der Verlegung der Dampfsperre eine Wanne aus. Aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Untergrund kann den Oberbelag so nicht schädigen.

4. Oberflächentemperatur

Haben Sie einen Laminatboden auf Warmwasser-Fußbodenheizung verlegt, müssen Sie auf die Oberflächentemperatur der Bodenkonstruktion achten. Wie unter oben unter „1. Grundsätzliches zur Laminat Verlegung auf Fußbodenheizung“ beschrieben, achten Sie auf die maximale Oberflächentemperatur von 29°C. Sie darf nicht überschreiten werden. Der Laminatboden würde durch Untertrocknung Schaden nehmen. Die in der Trägerplatte enthaltenen Harze verspröden und das Laminat verliert massiv an Festigkeit. Außerdem ist eine höhere Oberflächentemperatur bedenklich für Ihre Gesundheit. Vor allem Menschen mit Erkrankungen der Venen können bei zu hohen Temperaturen des Fußbodens gesundheitlich beeinträchtigt werden.

5. Untergrund

Grundsätzlich gelten alle Anforderungen eines unbeheizten Estrichs auch bei beheizten Estrich-Konstruktionen. Zusätzlich heizen Sie Ihren Estrich vor der Verlegung eines Bodenbelages nach einem bestimmten Schema auf und ab. Die schriftliche Dokumentation dieser Maßnahme ist nicht nur ratsam sondern Pflicht. Füllen Sie das Aufheizprotokoll für beheizte Estriche sorgfältig aus. Es hat Urkundencharakter. Außerdem muss der Estrich auf seinen Feuchtegehalt geprüft werden. Als anerkannte Messmethode gilt die CM-Messung.

Folgende Messwerte sind bei der CM-Prüfung zu erreichen und einzuhalten:

  • Zementestrich unbeheizt ≤ 2,0 CM-%
  • Zementestrich beheizt ≤ 1,8 CM-%
  • Anhydritestrich unbeheizt ≤ 0,5 CM-%
  • Anhydritestrich beheizt ≤ 0,3 CM-%

Die CM-Prüfung ist ebenfalls zu protokollieren. Auch das CM-Messprotokoll hat Urkundencharakter.
Ist ein Estrich mit Zusätzen (zum Beispiel Beschleuniger oder Verzögerer) eingebaut worden, muss nach den Vorgaben des jeweiligen Estrich-Herstellers gearbeitet werden. Hier ist eine normale CM-Messung meist nicht möglich.

Leben auf einem Laminatboden mit Fußbodenheizung

Uns ist es ein Anliegen, dass Sie sich auf Ihrem Laminatboden wohlfühlen und Freude daran haben. Sie erreichen dies indem Sie einige grundlegende Parameter kennen und nach der Laminat Verlegung auf Fußbodenheizung einhalten. Außerdem weisen wir Sie in diesem Zusammenhang auf ein gesundes Raumklima hin.
Erstens darf die maximale Oberflächentemperatur des Laminatbodens 29°C nicht überschreiten werden. Höhere Temperaturen schädigen nicht nur das Laminat, sondern sind auch für Ihr Wohlbefinden ungesund.
Zweitens achten Sie darauf, dass Ihre Räume einen ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit haben. Vor allem in der Heizperiode ist es wichtig, die Raumluftfeuchte zu kontrollieren. Die relative Luftfeuchte im Raum sollte bei einer Temperatur von 20°C bis 24°C zwischen 45% und 65% liegen.
Wer diese Tipps schon bei der Planung berücksichtigt und sich nach dem Bezug der Wohnung oder seines Hauses daran orientiert, hat dauerhaft Freude an seinem Laminatboden. Folglich tun Sie so gleichzeitig etwas für Ihr Wohlbefinden und Ihre Gesundheit.

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