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In der Regel können alle Parkettböden auf Fußbodenheizung verlegt werden. Wenn wir von Fußbodenheizung sprechen, ist immer die Warmwasser-Fußbodenheizung gemeint. Einige Hersteller geben die Parkettböden Verlegung auch auf elektrischen Fußbodenheizungen frei. Wir gehen in diesem Artikel jedoch nicht auf diese Verlegung ein und widmen uns ausschließlich der Parkettverlegung auf Fußbodenheizung mit Warmwasser!

Grundsätzliches der Parkettverlegung

Der Anforderungswert für einen Bodenbelag zur Verlegung auf einer Fußbodenheizung beträgt R ≤ 0,15(m²K)/W. Dieser Wert ist in der Richtlinie für den Bodenbelagseinsatz auf Fußbodenheizungen vom deutschen Bundesverband Flächenheizungen nachzulesen. Der gebräuchlichste Typ unter den Fußbodenheizungen ist die Warmwasser-Fußbodenheizung. Sie hat sich über viele Jahre bewährt und ist für Parkettböden bestens geeignet. Gemäß DIN EN 1264 darf bei diesem Heizungssystem die maximale Oberflächentemperatur des Parkettbodens von 29°C nicht überschritten werden. Dies gilt auch für Randzonen. Außerdem muss jede Form von Stauwärme – zum Beispiel unter Regalen, Futon-Betten oder im Sockel geschlossener Möbelteile aber auch unter Teppichböden – vermieden werden.

Welcher Parkettboden ist auf Warmwasser-Fußbodenheizung geeignet?

Je dünner ein Holzboden ist, umso besser kommt die Wärme durch. Dieser Satz klingt nicht professionell, ist aber durchaus logisch. Und: diese Aussage kann auch mit „Ja, das ist so“ beantwortet werden. Aber ist es immer gut, bei der Parkett Verlegung auf Fußbodenheizung nur auf einen dünnen Parkettboden zu achten, oder gibt es da Grenzen?

Zuerst zählen wir auf, welche Parkettböden geeignet sind:

  • Mosaikparkett 8mm – Wärmedurchlasswiderstand R ≤ 0,038 (m²K)/W
  • Industrieparkett 10mm bis 22mm – Wärmedurchlasswiderstand R ≤ 0,048 (m²K)/W bis R ≤ 0,11 (m²K)/W
  • Stabparkett 10mm – 22mm – Wärmedurchlasswiderstand R ≤ 0,0475 (m²K)/W bis R ≤ 0,105 (m²K)/W
  • Massivholzdielen 10mm – 20mm – Wärmedurchlasswiderstand R ≤ 0,0475 (m²K)/W bis R ≤ 0,10 (m²K)/W
  • Zweischicht-Fertig-Stabparkett – Wärmedurchlasswiderstand R ≤ 0,05 (m²K)/W
  • Mehrschichtdielen 14/15mm – Wärmedurchlasswiderstand R ≤ 0,07 (m²K)/W

Ungeeignete Parkettarten sind:

Lamparkett ist nicht geeignet. Das ungünstige Verhältnis der Stab-Breite zu seiner Stärke lässt hier keinen Spielraum. Diese Parkettart neigt sehr zum Schüsseln. Darum raten wir hier von der Parkettverlegung auf Fußbodenheizung ab. Ebenso sind Holzpflaster und Hirnholz-(Stirnholz)-Parkett ungeeignet. Vor beschriebene Parkettböden reagieren auf Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen äußerst extrem und arbeiten gegenüber den anderen in alle Richtungen.

Es ist zu bedenken, dass Holz ein hygroskopischer Baustoff ist. Er ist ständig im Begriff, sich den jeweiligen raumklimatischen Verhältnisse anzupassen. Das heißt, Holz „sucht“ immer den Ausgleich. Dies betrifft vor allem den Feuchtehaushalt. Ist es „feucht“ im Raum und der Parkettboden ist trocken, nimmt er Feuchtigkeit auf und quillt. Andersherum: Herrscht im Raum ein sehr trockenes Klima – zum Beispiel in der Heizperiode – dann gibt das Parkett Feuchtigkeit an seine Umgebung ab und schrumpft. Darum raten wir, auf Fußbodenheizung nur einen Parkettboden zu verlegen, der aus einem „ruhigen“ Holz besteht. Es „arbeitet“ weniger, gibt also Feuchtigkeit langsam ab und nimmt diese auch langsamer auf. Hier sprechen wir von einem niedrigen differenziellen Quell- und Schwundverhalten des Holzes. Außerdem gelten helle Hölzer als Problemhölzer. Folglich sind dunklere Holzarten bei der Parkettverlegung auf Fußbodenheizung zu bevorzugen. Einige Holzarten neigen aber auch zum Splittern.

Folgende Holzarten sollten nicht auf Fußbodenheizung verlegt werden:

  • Ahorn – zu hohes differenzielles Quell- und Schwundverhalten
  • Buche – zu hohes differenzielles Quell- und Schwundverhalten
  • Akazie – neigt zum Splittern
  • Wenge – neigt zum Splittern

Zur Parkett Verlegung auf Fußbodenheizung eignen sich die meisten exotischen Holzarten sowie Eiche am besten. Hier gibt es die längsten und besten Erfahrungswerte.

Die Fuge gehört zum Holzboden wie der Wassertropfen zur Wolke

Durch das Quellen und Schwinden des Holzes je nach Raumklimatischen Verhältnissen, entstehen Fugen. Diese werden zumeist an den Längskanten von Parkettstäben und Dielen sichtbar. Die Kopfstöße sind kaum betroffen. Die Fugenbildung hängt mit dem differenziellen Quell- und Schwundverhalten der Hölzer zusammen. Je heller ein Holz ist, umso stärker fallen Fugen ins Auge. Das hat weniger damit zu tun, dass die Fuge verschmutzt ist. Vielmehr wird sie durch fehlendes Licht (Schattenwurf) sichtbar. Sind Parkettstäbe oder Dielen scharfkantig ausgeführt, ist der sichtbare Effekt noch größer. Aus diesem Grund raten wir davon ab, helle Hölzer wie Ahorn, Esche oder Buche auf Fußbodenheizung zu verlegen. Bei Massivholzdielen bietet es sich an, diese mit gefassten Kanten zu verlegen. Dann entstehen bei der Verlegung V-Fugen, welche die tatsächlich entstehenden Fugen kaschieren. Sie fallen dann kaum noch auf. Außerdem ist bei Massivholzdielen zu berücksichtigen, dass die Größe der zu erwartenden Fugen maßgeblich von der Dielenbreite abhängig sind.

Wir empfehlen folgende maximalen Dielenbreiten bei der Parkettböden Verlegung nicht zu überschreiten:

  • 10mm Massivholzdiele – maximal 100mm Dielenbreite
  • 15mm Massivholzdiele – maximal 150mm Dielenbreite
  • 20mm Massivholzdiele – maximal 180mm Dielenbreite

Parkettverlegung auf Estrich mit Fußbodenheizung, wann darf man das?

Da bei einem Heizestrich mehrere Gewerke ineinandergreifen (Estrichleger, Heizungsbauer und Bodenleger), ist es wichtig, die Schnittstellen zu koordinieren. Aus diesem Grund haben die Verbände der beteiligten Gewerke eine sogenannte „Schnittstellenkoordination bei beheizten Fußbodenkonstruktionen“ herausgegeben. Durch diese Sammlung von Verfahrens- und Arbeitsanweisungen, Merkblättern und Dokumentationsbögen soll allen beteiligten Gewerken die Information zur schadenfreien Herstellung eines beheizten Fußbodens zugänglich gemacht werden.

Bei der Parkettverlegung auf Fußbodenheizung muss der Estrich trocken sein. Eine zu hohe Feuchte im Estrich ist die häufigste und kosten aufwändigste Ursache für Schäden an Fußböden. Besonders empfindlich reagieren neben elastischen Fußbodenbelägen vor allem Holz- und Parkettböden. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, den Estrich nach Herstellervorschrift (Estrich- und Heizungsbau) auf- und abzuheizen. Dieser Vorgang ist zweimal durchzuführen. Einmal zur Funktionsprüfung der Heizanlage und das zweite Mal zum belegreif Heizen des Estrichs. Dabei treiben Sie Feuchtigkeit aus und Spannungen im Estrich bauen sich ab. Dieser Vorgang ist zu protokollieren. Das Aufheizprotokoll hat Urkundencharakter./p>

Zweitens muss der Estrich auf seine Feuchte hin geprüft werden. Diese Prüfung ist mittels CM-Messung durchzuführen. Davor kann eine Folienprüfung erfolgen. Auf den Estrich wird dazu ein 0,5 bis 1,0m² großes Folienstück (eine Baufolie mit 0,2mm Stärke) umlaufend mit Klebestreifen geklebt. Hierbei arbeiten Sie sehr sorgfältig und achten auf eine dampfdichte Verklebung. Bildet sich unter der Folie Kondenswasser, ist der Estrich in jedem Falle zu feucht. Erst wenn es unter der Folie trocken bleibt (an einem neuen Messpunkt), sollte die CM-Prüfung durchgeführt werden.

Pro Raum (bis 50m²) muss durch den Estrichleger ein Messpunkt vorgesehen werden. Bei größeren Räumen ist es ratsam, mehrere Messpunkte anzuordnen. Diese sind im Estrich generell sichtbar dort anzubringen, wo das Heizsystem während der CM-Messung nicht beschädigt werden kann. Messpunkte in Raumecken, oder in Bereichen in denen die Fußbodenheizung ausgespart wurde, sind nicht zu empfehlen. Jeder CM-Messpunkt kann nur einmal genutzt werden.

Folgende Messwerte sind bei der CM-Prüfung zu erreichen und einzuhalten:

  • Zementestrich unbeheizt – ≤ 2,0 CM-%
  • Zementestrich beheizt – ≤ 1,8 CM-%
  • Anhydritestrich unbeheizt – ≤ 0,5 CM-%
  • Anhydritestrich beheizt – ≤ 0,3 CM-%

Die CM-Prüfung ist ebenfalls zu protokollieren. Auch das CM-Messprotokoll hat Urkundencharakter.

Ist ein Estrich mit Zusätzen (zum Beispiel Beschleuniger oder Verzögerer) eingebaut worden, muss nach den Vorgaben des jeweiligen Estrich-Herstellers gearbeitet werden. Hier ist eine normale CM-Messung meist nicht möglich.

Wie wird ein Parkettboden auf Heizestrich verlegt?

Alle massiven Parkettböden können wegen Ihrer Beschaffenheit nur vollflächig geklebt verlegt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob auf einem Estrich mit oder ohne Fußbodenheizung verlegt wird. Bei einem mehrschichtigen Parkettboden, welcher zudem eine Klickverbindung aufweist, sollte immer auf die Empfehlung des Herstellers geachtet werden. Wir empfehlen die vollflächig geklebte Parkett Verlegung auf Fußbodenheizung. Sie erreichen bei dieser Verlegeart einen direkten Durchgang der Wärme aus dem Estrich über den Parkettboden in den Raum.

Einige Hersteller geben auch die schwimmende Parkettböden Verlegung auf Fußbodenheizung frei. Bei schwimmender Verlegung muss jedoch der Wärmedurchlasswiderstand des gesamten Oberboden-Aufbaues, in der Regel bestehend aus: Baufolie (Dampfbremse), Trittschalldämmung und Parkettboden) berücksichtigt werden. Dieser Wert ist immer schlechter als bei vollflächig geklebter Verlegung. Außerdem bilden sich bei schwimmender Verlegung durch Unebenheiten im Estrich und die lose übereinander liegenden Belagbestandteile Luftschichten im Aufbau. Diese wiederum können zu Wärmestau oder ungewollter „Dämmung“ führen und den Wärmedurchlasswiderstand zusätzlich erhöhen. Durch einen Wärmestau kommt es außerdem zu Spannungen und Untertrocknung im Parkettboden. Dieser kann sich dadurch verformen und es kann zu irreparablen Schäden kommen.

Es ist ratsam die Parkettverlegung auf Fußbodenheizung in Musterverbänden vorzunehmen. Das heißt, die Parkettstäbe werden von ihrem Faserverlauf her in unterschiedlichen Richtungen verlegt. Mögliche Musterverbände sind zum Beispiel Fischgrät-, Flecht- und Würfelmuster. Sie erreiche durch die Verlegung des Parketts in diesen Verbänden, das der Parkettboden ein ausgeglichenes Fugenbild aufweist.

Leben auf einem Parkettboden mit Fußbodenheizung

Unser Anliegen ist es immer, dass Sie sich mit Ihrem Parkettfußboden wohlfühlen und Freude daran haben. Dies erreichen Sie in dem Sie einige grundlegende Parameter kennen und nach der Parkettverlegung auf Fußbodenheizung einhalten. Außerdem weisen wir Sie in diesem Zusammenhang auf ein gesundes Raumklima hin. Als Erstes darf die maximale Oberflächentemperatur des Parkettbodens 29°C nicht überschreiten. Höhere Temperaturen schädigen nicht nur den Parkettboden, sondern sind auch für Ihr Wohlbefinden ungesund. Zweitens achten Sie auf ausreichende Luftfeuchtigkeit in ihren Räumen – vor allem in der Heizperiode. Die relative Raum-Luftfeuchte sollte bei einer Raumtemperatur von 20°C bis 24°C zwischen 45% und 65% liegen. Wer diese Tipps schon bei der Planung berücksichtigt und sich nach dem Bezug der Räume daran orientiert, hat dauerhaft Freude an seinem Parkettboden. Sie tun gleichzeitig etwas für Ihr Wohlbefinden und die Gesundheit.

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